UA-74369628-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

                                                         Ingres, la sourceIngres, la source 

La source d'Ingres,  Paris  ©DeepStSky 

0384 Déjà-vu - déjà vu - déjà-vu - 既視感 III

2023/12/07 投稿

   ウクライナの議会も、

かっての日本のような乱闘国会が少なくありませんでした。

             Aus Kiew erreichten uns im Dezember Bilder und Meldungen, die nachdenklich stimmen. Für jene, die seit vielen Jahren die Ereignisse in der Ukraine verfolgen, sind sie ein Déjà-vu. Premier Arsenij Jazenjuk etwa besucht das Parlament, um Rechenschaft über eines der schwierigsten Jahre in der ukrainischen Geschichte abzulegen, und prompt entsteht eine Keilerei – der Regierungschef wird von einem Raubein aus der Präsidentenpartei huckepack genommen und fast aus dem Saal getragen. In einer Sitzung des Nationalen Reformrates wirft der Innenminister dem Gouverneur von Odessa ein Glas mit Wasser ins Gesicht, es fallen Worte wie "Saukerl", "Dummschwätzer" und "Populist", die Kontrahenten beschimpfen sich als "Diebe". Präsident Petro Poroschenko sitzt hilflos dabei. / Es sind Szenen, wie wir sie aus der Ära von Leonid Kutschma oder Wiktor Janukowytsch kennen, als politischer Streit mit Fäusten geregelt wurde und ukrainische Innenpolitik aus endlosen Kabalen und Intrigen bestand. (Spiegel, Christian Neef, 02.01.2016)
             この12月、キーフから届いた写真やニュースは、示唆に富むものであった。ウクライナの出来事を長年追いかけてきた人たちにとっては、これは既視体験である。例えば、アルセニー・ヤツェニュク首相が国会を訪れ、ウクライナ史上最も困難であった年の一つについて説明すると、たちまち乱闘が起こり、首相は大統領派の荒くれ者に担がれ、危うく議場から運び出されそうになった。国家改革評議会の会議では、内務大臣がオデッサ州知事の顔にコップの水をぶっ掛け、「ブタ野郎」「戯言をほざくな」「ポピュリストめ」といった言葉が飛び交い、お互いに「泥棒」呼ばわりをした。ペトロ・ポロシェンコ大統領は、なすすべもなく傍らに座っているばかりであった。これは、レオニード・クチマやヴィクトル・ヤヌコヴィッチの時代、政争が乱闘で解決され、ウクライナ内政が果てしない陰謀と謀略で成り立っていた時代の光景である。(『シュピーゲル』クリスティアン・ネーフ)

 グローバル化の中で途上国は、常に債務危機に晒されています。

             Mich beschäftigt die enorme Schuldenkrise. Ich arbeite seit zwölf Jahren im Entschuldungsbündnis erlassjahr.de. Das Bündnis geht auf die Erlassjahr2000-Kampagne Ende der Neunzigerjahre zurück, als viele Staaten im Globalen Süden unter ihrer Schuldenlast verarmt sind und sich eine große Bewegung für einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder eingesetzt hat. All denen, die sich damals engagiert haben, muss die aktuelle Lage wie ein Déjà-vu vorkommen. Wir sehen täglich Berichte von Ländern, die kurz vor der Zahlungseinstellung stehen, die den Schuldendienst nur noch aufrechterhalten können, weil sie in lebenswichtigen Bereichen drastisch einsparen. Diese Regierungen verkünden dann stolz, man habe die Pleite abgewendet, indem man den Gürtel noch enger schnallt. Die Gläubiger applaudieren, aber die betroffenen Bürgerinnen und Bürger können sich kein Brot mehr leisten. (Zeit-Online, Andrea Böhm, 27.08.2022, 15:32, Interview mit Kristina Rehbein)
             巨大な債務危機が懸念されます。私は12年前から債務救済同盟erlassjahr.deで活動しています。この同盟は、グローバル・サウスの多くの国々が債務負担で困窮し、最貧国の債務免除を求める大きな運動が行われた1990年代末の「債務免除2000年キャンペーン」に遡ります。当時、「債務免除2000年キャンペーン」に参加した人々にとって、現在の状況はまるでデジャヴュです。毎日、債務不履行の危機に瀕している国が、重要な分野で大幅に削減することで返済を維持しているとの報道を目にします。そのような国々は、ベルトの締め付けを強化することで破産を免れたと胸を張って言っています。債権者は大歓迎ですが、当事者である国民は、もはやパンを買うこともできなくなっています。(『ツァイト・オンライン』アンドレア・ベーム、クリスティーナ・レーバインのインタビュー)

 キリスト民主同盟のメルツ議員は、10数年の空白の後、政界にカムバックしました。

             Wenn der Abgeordnete Friedrich Merz seinen Arbeitsplatz im Deutschen Bundestag aufsucht, begibt er sich auf eine Zeitreise. Er fährt mit dem Aufzug in den sechsten Stock des Jakob-Kaiser-Hauses, er hört den Hall seiner Schritte oben im Flur, er nimmt den Gang links neben der Treppe und erreicht dann schon nach wenigen Metern das Türschild mit der Nummer 6.249. So wie früher. Und wenn Merz dann sein Büro betritt, wenn er vor dem marmorierten Schreibtisch steht und der Sitzecke mit den leicht ramponierten schwarzen Ledersesseln, dann fragt er sich manchmal, was er hier eigentlich macht. „Ein Déjà-vu“, sagt er. / Das politische Comeback von Friedrich Merz erlebt der Mann, um den es hier geht, also nicht wesentlich anders als weite Teile der interessierten Öffentlichkeit: nämlich als recht surreale Wiederbegegnung. Deutschland und Merz haben gerade ein Déjà-vu, das auf Gegenseitigkeit beruht. (SZ, Boris Herrmann, Robert Rossmann, 19.01.2022)
             フリードリヒ・メルツ議員が連邦議会の執務室に行くのは、タイムマシンに乗るようなものである。メルツ議員はエレベーターでヤコブ・カイザー館6階に上り、廊下で自分の足音の反響を聞きながら、階段左の通路を進むと、数メートル先の6.249号室の標示に辿り着く。当時のように。そしてメルツ議員が執務室に入り、大理石模様の執務机と部屋の隅の少し傷んだ黒い革張りの応接セットの前に立つと、ここで一体何をしようとしているのかと自問自答する。「デジャ・ヴュです」とメルツ議員は言う。フリードリヒ・メルツの政治カムバックをこの記事の主題となっている本人は、それゆえ、関心のある大方の世間の人々と基本的にあまり変わらない仕方で体験している――すなわちちょっとシュールな再会として。ドイツとメルツ議員は今まさに双方共に既視感を体験しているのである。(『南ドイツ新聞』ボリス・ヘルマン、ロベルト・ロスマン)

 LGBTがLGBTQIA+に拡張されて、これで終わるかと思っていると、今度はFLINTAなるものが登場しました。

             Nina und Lotta Kummer von der Chemnitzer Band Blond kämpfen für mehr Frauen auf den Bühnen der Musikfestivals. »Wenn man sich die Line-ups so richtig großer Festivals anguckt, ist immer noch erschreckend, wie wenig Flinta-Personen da stattfinden«, sagte Nina Kummer in einem MDR-Interview . Flinta steht für Frauen, Lesben, inter, non-binär, trans und agender. […] »Wenn Leute kritisieren, dass auf einem Festival ganz wenig Flinta-Personen spielen, lautet die Antwort immer: Ja, wir haben uns wirklich Mühe gegeben, aber es ist halt blöd im Bereich Rock«, sagte Nina Kummer. »Oder Leute kommentieren, es gibt halt einfach nicht genug Frauen. Das ist jedes Jahr wie so ein Déjà-vu.« / Es sei allerdings Quatsch, dass es die Bands nicht gebe, sagte Lotta Kummer. »Das stimmt ja einfach nicht. Und deswegen denke ich, dass man ein bisschen radikaler werden muss in der Auswahl. Immer nur dieses ›sich Mühe geben‹ reicht halt nicht. An irgendeinem Punkt muss man einfach einen gewissen Prozentsatz einhalten.« (Spiegel-Online, 17.12.2022, 13:17)
             ケムニッツのバンド「ブロンド」のニーナ・クンマーとロッタ・クンマーは、音楽フェスティバルのステージにもっと多くの女性を登場させようと奮戦している。「大きなフェスティバルのラインナップを見ると、フリンタ(Flinta)の人たちが少ないことに驚かされます」とニーナ・クンマーは中部ドイツラジオのインタビューで語っている。フリンタは、女性、レズビアン、インター、ノンバイナリー、トランス、アジェンダーのイニシャルをとったものである。【…】「フリンタの人たちがフェスティバルで演奏することがほとんどないことを批判されると、答えはいつもこうです――ええ、私たちは本当に努力したのですが、これはロックでは単なる徒労です」とニーナ・クンマーは言った。「あるいは、女性がそんなにいないということも聞きます。毎年毎年そうで、デジャヴュのようなものです。/バンドが存在しないなんて、馬鹿げているとロッタ・クンマーは言う。「そんなことは全くないんです。だからこそ、選定する際にもう少し急進的にする必要があると思うんです。いつもいつも『努力』するだけでは足りません。ある時点に来ると、ある程度パーセンテージにこだわるしかないのです。」(『シュピーゲル・オンライン』)